Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie

Goethe-Universität Frankfurt am Main

Lehrforschungsprojekt

U-Society

Beschreibung

Die "Information Society" wird heute weiter entworfen zur "Ubiquitous Information Society", oft abgekürzt "U-Society". Im Programm i2010 der Europäischen Kommission zur Weiterentwicklung der Informationsgesellschaft in Europa heißt es:

"The concept of the 'U-society', the Ubiquitous Information Society, refers to the next overall phase of the information society, in which people's ways of life and work will be based on their having ICT services that are available at all times and in all places."

Die verbreitete Überzeugung ist, dass die Welt zunehmend durchsetzt sein wird von autonom operierenden und unsichtbaren Rechnersystemen, die mit Hilfe von Sensoren die Umgebung erfassen und steuernd in Situationen eingreifen.

Anthropologen in Deutschland haben dem Diskurs um allgegenwärtige Rechenaktivität bisher noch wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das Bachelor-Lehrforschungsprojekt "U-Society" des Instituts für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main trägt zu diesem Diskurs im Fach bei, indem es Studien zu konkreten Beispielen liefert.

Das Projekt positioniert sich im Rahmen einer an den Science and Technology Studies orientierten Kulturanthropologie. In der akademischen Debatte um Wandelprozesse im Zusammenhang mit neuen Technologien wird deutlich, dass die Frage nach der Wirkrichtung nicht einfach zu beantworten ist. Ziel des Projekts war, über gängige Vorstellung einer einseitigen Verursachung hinaus zu denken und Konzepte der gleichzeitigen Genese von Objekt und Umgebung einzusetzen.

Bachelorarbeiten