| Die
Schnittstelle zwischen Riss und Sprung.
Vom herausgerissenen Manuskript zum Hypertext-Link. Eine mediengeschichtliche Untersuchung von Sternes "Tristram Shandy" und E.T.A. Hoffmanns "Lebensansichten des Katers Murr". Uwe
Wirth, |
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Vortrag
für den Kongress
1. Basler Kongress für Medienwissenschaft. 20.-23.Juni2002 |
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Der Link als assoziativer Index Ich möchte in meinem Vortrag zwei Dinge tun, nämlich erstens den Begriff der Schnittstelle aus medientheoretischer Sicht problematisieren, und zweitens: den Begriff der Schnittstelle mit dem Begriff der Hypertextualität koppeln. Meine Zielrichtung wird dabei eine medien- und literaturgeschichtliche zugleich sein: das heißt, ich möchte im Horizont heutiger, elektronischer Hypertextualität die Frage aufwerfen, in welcher Form die literarischen Quasi-Hypertexte von einst das Problem der Schnittstelle thematisiert und verkörpert haben. Glaubt
man Jay Bolter, so ist der heutige Hypertext die "elektronische Verwirklichung"
zweier Programme, die bereits im 18. Jahrhundert formuliert wurden, nämlich
zum einen des enzyklopädischen Projekts der Zusammenführung, zum anderen der Digressionspoetik. Berühmtes Beispiel hierfür
ist Sternes Tristram Shandy:
Eine fiktive Autobiographie, die als
performative Verkörperung einer diskursiven "Abschweifungskultur"
erscheint und dabei zwei "entgegengesetzte Bewegungen" vereinigt,
die man – so Tristram Shandy - für unvereinbar hielt, nämlich: ein Werk
zu schreiben, das "digressiv und progressiv" zugleich ist.
[1]
In gewisser Hinsicht erweist sich das Netz von Links, durch das elektronische Hypertexte unserer Tage ausgezeichnet
sind, als Verkörperung dieses Programms. Die hypertextuelle écriture ist - ebenso wie die hypertextuelle
lecture – einer doppelten Bewegung
von nicht-linearer Digression und linearer Progression unterworfen. Obgleich
jede Lektüre-History im nachhinein betrachtet linear strukturiert
ist, ist der Weg, der zu ihr geführt hat, ein Lektüre-Pfad voller Abschweifungen.
Wie Fuß- oder Endnoten unterbrechen die Hypertext-Links den linearen
Lesefluß und entführen den Leser zu anderen Textstellen, die sich jedoch
nicht mehr innerhalb eines Textes befinden, sondern auf andere Texte verweisen.
Der Verweis auf diesen Text, genauer: die Adressierung an diesen Text,
ist der Link. Die "semiotische Schnittstelle" zwischen digressiver Abschweifungskultur
und enzyklopädischer Zusammenführungspolitik ist die "assoziative
Indexikalität" des Links. Die Dynamik der Abschweifung ebenso wie die Dynamik der Zusammenführung
greift auf jene "Principles of Association" zurück, die nach
Locke und Hume die "Connection of Ideas" herstellen. Die Assoziation,
genauer gesagt, die Kontiguitätsassoziation ist wiederum - wie Peirce
und Jakobson dargelegt haben - die psychologische Grundlage indexikalischer
Verweise (vgl. CP 2.306). Eine bestimmte Form dieser assoziativen Indexikalität macht den Charakter
des enzyklopädischen Verweises aus. Zeitgleich mit Sternes Abschweifungspoetik erklärt d´Alembert im "Discours
Préliminaire" zur Enzyklopädie, sein Projekt ziele darauf ab, den
objektiven "Zusammenhang der Kenntnisse"
[2]
als Weltkarte mit vielen Spezialkarten zu repräsentieren.
[3]
Dabei übernehmen die Liaisons,
also die Links zwischen den
einzelnen Artikeln eine doppelte Funktion: Sie sollen die Suche des Lesers
erleichtern und zugleich das System der Wissenschaften nachzeichnen, das
"wie ein Labyrinth" strukturiert ist, "wie ein Weg mit
vielen Windungen, den der Verstand beschreitet, ohne zu wissen, in welche
Richtung er sich halten muß".
[4]
Dergestalt bekommt der Link als Verknüpfung
zwischen zwei Artikeln die Funktion eines assoziativ-indexikalischen
Wegweisers. Das Vorbild heutiger Hypertexte ist eine Form assoziativer Indexikalität,
die noch einen Schritt weiter geht: Vannevar Bush entwarf 1945 in seinem
berühmten Aufsatz "As we may think" eine Archivmaschine, die
er Memex nannte. Dieser Memory Extender ist ein Schreibtisch, der
in Analogie zum menschlichen Hirn funktionieren soll, da er verschiedene
items "by association of thoughts"
[5]
miteinander verbindet. Die essentielle Eigenschaft
der Memex ist der "process of tying two items together".
[6]
Der Memory
Extender soll laut Bush zu einer "völlig neuen Form von Enzyklopädie"
werden – dadurch nämlich, daß die assoziativen
Pfade zwischen den verschiedenen Daten durch ihre jeweiligen Benutzer,
durch deren individuelle "trails of interest", hergestellt werden.
[7]
In einem zweiten Schritt werden diese assoziativen
Verknüpfungen als individuelle Nummerncodes gespeichert: Der so entstandene
Link ist der Eigenname einer assoziativen Verknüpfung. Als Eigenname hat
er - wie alle Eigennamen - indexikalische Funktion. Das "völlig neue"
dieser Enzyklopädischen Verknüpfung ist nun, daß der Link als Eigenname
auf das Ereignis eines subjektiven Taufakts referiert, der durch den Benutzer
vollzogen wurde. Der Memory Extender
dient also nicht mehr nur der Darstellung
des "objektiven Zusammenhangs der Kenntnisse", sondern sichert
den subjektiven Zugang zu den Kenntnissen vermittelst einer Verknüpfungsform,
die indexikalisch und subjektiv-assoziativ,
also digressiv zugleich ist. Vom
Link zur Schnittstelle Hier ist nun zu fragen,
inwiefern der Link als assoziativer
Index auch eine Schnittstelle
ist. Dazu muß aber zunächst einmal geklärt werden: Was ist eine Schnittstelle?
Bereits vor dem Computerzeitalter gab es einen medialen Begriff der Schnittstelle,
nämlich im Film. Ich denke dabei an Walter Benjamins Kunstwerkaufsatz,
in dem er den Chirurgen mit dem Kameramann vergleicht. Der Kameramann
erzeugt ein "vielfältig zerstückeltes" Bild, "dessen Teile
sich nach einem neuen Gesetze zusammen finden".
[8]
Die vielfältige Zerstückelung ist dabei sowohl
der Aufnahmetechnik als auch dem Filmschnitt geschuldet: Die "illusionäre
Natur" des Films ist, wie Benjamin schreibt, "eine Natur zweiten
Grades; sie ist ein Ergebnis des Schnitts".
[9]
Der Schnitt ist also zum einen eine bestimmte
Form der Verknüpfung - zum anderen rückt mit der Technik des Schneidens
die Apparatur ins Zentrum der Aufmerksamkeit: Das betrifft nicht nur das
nachträgliche Editingverfahren am Schnittplatz, sondern bereits die Art,
wie die einzelnen Szenen sequenziert aufgenommen werden. Dabei läßt sich
eine meines Erachtens wichtige, wenn auch triviale Feststellung treffen,
nämlich dass der Akt des Schneidens - in der Terminologie heutiger Computertechnik
ausgedrückt – die Hardwarschnittstelle des Films thematisiert. Doch wie steht es mit der Hardwareschnittstelle?
Neben der assoziativen Indexikalität
als Vorform des heutigen Hypertext-Links gibt es nach Bolter noch ein
zweites Phänomen, das die literarischen Vorläufer heutiger Hypertexte
auszeichnet, nämlich das "Spiel mit den Konventionen" des Buchdrucks.
So ist etwa in Sternes Tristram
Shandy - also zur "Blütezeit des Buchdrucks" - zu beobachten,
daß der Autor, "die Grenzen des Druckmediums ausreizt[...]".
[13]
Gleiches gilt für E.T.A. Hoffmanns Lebensansichten
des Katers Murr - ein Buch, das sich dem Leser "als eine durcheinandergeratene
Kombination zweier Erzählungen dar[bietet], der ein vermeintlicher Fehler
während des Druckvorgangs voranging.
[14]
Dieses "Ausreizen" der "Grenzen
des Druckmediums" erscheint als performativer Akt, mit dem die Hardwareschnittstelle
thematisiert und ihr Nicht-Funktionieren inszeniert wird. Hypertextualität ist demnach nicht
an eine elektronische Verwirklichung gebunden, sondern an "die überraschende
Zurückweisung der Konventionen der gedruckten Seite" (ebd.). Das
performative Dementi der Konventionen des Buchdrucks manifestiert sich
im Rahmen "gedruckter Hypertexte" als Bruch oder als diskursiver
Sprung zwischen zwei Textteilen. Diese überraschenden Leerstellen an der
Oberfläche des Textes, diese "diskursiven Diskontinuitäten",
wie man mit Foucault sagen könnte,
[17]
sind meist der Fiktion eines Rißes geschuldet
- so in Jean Pauls Leben Fibels, wo der Herausgeber die einzelnen,
aus einem Buch herausgerissenen Blätter der Biographie Fibels wieder zusammenlesen muß - so auch
in E.T.A. Hoffmanns Lebensansichten
des Katers Murr. Als der Kater Murr seine Lebensansichten schrieb, zerriß er ohne Umstände
ein gedrucktes Buch, das er bei seinem Herrn vorfand, und verbrauchte
die Blätter harmlos teils zur Unterlage, teils zum Löschen. Diese Blätter
blieben im Manuskript und ‑ wurden, als zu demselben gehörig, aus
Versehen mit abgedruckt! De‑ und wehmütig muß nun der Herausgeber
gestehen, daß das verworrene Gemisch fremdartiger Stoffe durcheinander
lediglich durch seinen Leichtsinn veranlasst [wurde], da er das Manuskript
des Katers hätte genau durchgehen sollen, ehe er es zum Druck beförderte
[...].
[19]
Genaugenommen ist
der Riß als disruptiver Akt die erste Operation einer poetischen Aufpfropfung.
Der Akt der Aufpfropfung besteht nach Derrida aus zwei Operationen: der
des Herauslösens und der des zitierenden Wiedereinschreibens. Die Dynamik
der Aufpfropfung ist dadurch bestimmt, daß jedes Zeichen "mit jedem
gegebenen Kontext brechen" und "auf absolut nicht sättigbare
Weise unendlich viele neue Kontexte zeugen" kann.
[20]
Dabei ist die Aufpfropfung als Operation des
"Herauslösens" und "Einschreibens" nicht nur eine
Fortführung der "strukturalistischen Tätigkeit", die im "Zerlegen"
eines Textes und seinem anschließenden Re-Arrangement besteht,
[21]
sondern die Aufpfropfungsdynamik findet ihre
direkte Entsprechung in den Textverarbeitungsfunktionen des cut
and paste. Ausschneiden
und Einfügen - das sind übrigens auch die beiden Aktionen, durch die die
Aufpfropfung in ihrem "natürlichen Kontext", dem Bereich der
Botanik, bestimmt ist. Um eine Pflanze, etwa einen Weinstock, zu veredeln,
wird ein Setzling in bestimmter Weise zugeschnitten und auf eine im Boden
verwurzelte "Unterlage" aufgesetzt. Das heißt, die Schnittstelle
des Setzlings und der Unterlage müssen "passend" aufeinander
zugeschnitten sein (im Fall des Weinbaus handelt es sich um den sogenannten
Omega-Schnitt).
[22]
Die hypertextuelle Aufpfropfung beginnt demnach mit der Operation des Herauslösens eines Hypotextes aus seinem Kontext und endet mit der Operation des "Wiedereinschreibens" in einen hypertextuellen Rahmen. Tatsächlich macht Genette bei seiner Definition des Begriffs Hypertext eine Bemerkung, die diese Auffassung bestätigt. Nach Genette kann für die Transformation eines Textes in einen Hypertext "ein einfacher und mechanischer Eingriff ausreichen (im Extremfall das Herausreißen einiger Seiten [...])". [25] Genau das ist das poetische Prinzip, das E.T.A. Hoffmanns Kater Murr zugrunde liegt. In der Terminologie Derridas würde man sagen: Der Text verdankt sich einem rabiaten Aufpfrofpungsverfahren: Der Autor, also der Kater Murr, reißt Blätter aus einem anderen Manuskript heraus, um diese als "Unterlage" für sein eigenes Schreiben zu verwenden. Entscheidend ist dabei meines Erachtens, dass der daraus resultierende Quasi-Hypertext sein Entstehen nicht allein der Aufpfropfung verdankt, sondern einem Verfahren performativer Rahmung. Damit meine ich ein im weitesten Sinne editoriales Verfahren, das sich an bestimmten Gelingensbedingungen des Zusammenschreibens bzw. des Wiedereinschreibens orientieren – auch wenn es diese Gelingensbedingungen nicht immer erfüllt. Im Fall des Kater Murr ist die Erklärung des leichtsinnigen Herausgebers, "auf
welch wundersame Weise" sich dieses Buch "zusammengefügt"
hat, Deklaration und Explanation zugleich. Als Deklaration ist die editoriale Erklärung
ein Sprechakt, der die Zusammengehörigkeit des Nicht-Zusammengehörenden
erklärt. Als Explanation ist die editoriale Erklärung eine Fehlermeldung,
die die Hardwareschnittstelle betrifft. Die Hardwareschnittstelle wird
durch den eigensinnigen Vollzug des Reproduktionsverfahrens thematisiert:
Dadurch nämlich, daß ein unsichtbarer, anonymer Drucker gegen den Willen
des Herausgebers das wegen seiner eklatanten Unbescheidenheit "unterdrückte
Vorwort" des Autors Murr abdruckt. "Das ist zu arg!" schreibt der ohnmächtige Herausgeber "Auch
das Vorwort des Autors, welches unterdrückt werden sollte, ist abgedruckt!"
[26]
Diese Fehlermeldung
impliziert das Eingeständnis, daß die Funktion der Hardwareschnittstelle
zwischen zwei gekoppelten Systemen, nämlich dem System Herausgeber und
dem System Drucker zu vermitteln, nicht erfüllt wurde. Die performative
Darstellung dieses Scheiterns läßt - wenigstens im Falle Hoffmanns - Literatur entstehen: und zwar
aufgrund der monumentalen Tatsache,
daß der Herausgeber den Abdruck des "unterdrückten Vorworts"
zwar entschuldigt, aber nicht darauf besteht, es nachträglich herauszunehmen.
Statt dessen schreibt er entschuldigende Fehlermeldungen, die den Druckvorgang
nachträglich kommentieren und – offensichtlich eine ironische Metalepse
–ebenfalls abgedruckt werden. Dieser performative Widerspruch offenbart
eine Form romantischer Ironie, die die medialen Verkörperungsbedingungen
thematisiert. Ich möchte sie als Hardwareschnittstellen-Ironie
bezeichnen. Natürlich gibt es auch eine Softwarschnittstellen-Ironie:
Diese wird durch die Aufpfropfungsbewegung des Katers und die Unzuverlässigkeit
des Herausgebers beim editorialen
framing ins Werk gesetzt. Die Brüche bzw. die Risse zwischen den Textfragmenten
erfordern - wie die Lücken zwischen den verschiedenen Artikeln der Enzyklopädie
- eine editoriale Überbrückung. Dieser Aufgabe des editorialen framing entledigt sich der unzuverlässige Herausgeber
der Lebensansichten des Katers Murr, indem er die Lücken mit editorialen
Indices markiert. Diese referieren nicht nur auf das nach dem Riß
anschließende Schriftstück, sondern auch auf den Riß selbst. So steht
am Anfang jedes Makulaturblatts aus Kreislers Biographie die eingeklammerte
Bemerkung (Mak. Bl.) und die fortlaufende Autobiographie
Murrs ist mit dem Vermerk (M.f.
f.) für "Murr fährt fort" gekennzeichnet.
[27]
Der Sinn dieser indexikalischen Kennzeichnungen besteht, mit Goffman zu sprechen,
darin, den editorialen Kommentar "aus dem Rahmen des Verfassers heraus(zu)nehmen
und in einen anderen hinein(zu)stellen".
[28]
Das heißt: Die eingeklammerten editorialen
Indices sind Rahmungshinweise, die eine Aufpfropfungsbewegung markieren
und zugleich die Anschlussstelle mit einem Eigennamen bezeichnen. So besehen
fungieren die editorialen Indices (Mak.
Bl.) und (M.f.f.) nicht
nur als Rahmungshinweise, sondern als Quasi-Hypertext-Links. Sie
sind an den Leser gerichtete Sprungbefehle, die als starr
desiginierende Indices auf den jeweiligen Zieltext referieren, und
deshalb wie die Anker eines
Hypertext-Links funktionieren. Während derartige links
im Rahmen elektronischer Hypertexte keine Überraschung mehr darstellen,
weil sie "ein Bestandteil des Mediums" sind,
[29]
erscheinen sie im Rahmen vorelektronischer Hypertextualität
als poetische Provokation der technischen Rahmenbedingungen – also der
Hardwareschnittstelle. Schluß:
Das Vorwort als Benutzer-Schnittstelle Lassen sie mich abschließend
– gleichsam als Ausblick - auf einen Aspekt zu sprechen kommen, der bislang
völlig unberücksichtigt blieb, nämlich die Benutzer-Schnittstelle. Während
Hardwareschnittstellen die "Konventionen des Buchdrucks", also
die äußeren, technischen Rahmenbedingungen betreffen und Softwareschnittstellen
das Programm, also die assoziative Indexikalität, die im Rahmen
der diskursiven Aufpfropfungsdynamik am Werke ist, vermittelt die Benutzer-Schnittstelle
zwischen dem Werk und seinem Benutzer: Diese Vermittlungsfunktion wurde
lange Zeit vom Vorwort erfüllt wurde.
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Endnoten
[1]
Laurence Sterne (1985),
Tristram Shandy, Stuttgart: Reclam, S.83.
[2]
Jean Le Rond
D´Alembert (1997), Einleitung
zur Enzyklopädie, Hamburg: Meiner, S.8.
[3]
D´Alembert, Einleitung zur Enzyklopädie, S.42.
[4]
D´Alembert, Einleitung zur Enzyklopädie, S.40.
[5]
Vennevar Bush (1945), "As
we may think", Atlantic Monthley 176, July: S.101-108,
hier S.106.
[6]
Bush, "As we may think",
S.107.
[7]
Bush, "As we may think",
S.108. Für eine Kritik der Assoziationsmetaphorik von Bush, siehe
Stephan Porombka (2001), Hypertext.
Zur Kritik eines digitalen Mythos, München: Fink, S.33f.
[8]
Walter Benjamin
(1977), "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit",
in Illuminationen, S.136-169,
hier S.158.
[9]
Benjamin, "Das
Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit",
S.157.
[10]
Wulf R. Halbach
(1994), Interfaces. Medien und
kommunikationstheoretische Elemente einer Interface-Theorie, München:
Fink, S.168.
[11]
Halbach, Interfaces, S.169.
[12]
Mit anderen Worten: Die internen Übertragungsbedingungen
von Daten zwischen Programmmodulen haben ihren Vorläufer in den Assoziationsprinzipien
der "Connection of Ideas".
[13]
Jay Bolter (1997),
"Das Internet in der Geschichte der Technologien des Schreibens",
in: Mythos Internet, hg.v.Alexander
Roesler und Stefan Münker, Frankfurt, S.37-55, hier: S.45.
[14]
Bolter, "Das
Internet in der Geschichte der Technologien des Schreibens", S.46.
[15]
An gleicher Stelle
schreibt Bolter, das gedruckte Buch habe "eine vorgegebene Leserichtung",
die dem Leser nahelegt, er solle "am Anfang des Buchs beginnen
und Seite für Seite, Kapitel für Kapitel bis zum Ende lesen" (S.46).
[16]
Bolter, "Das
Internet in der Geschichte der Technologien des Schreibens", S.46.
[17]
Vgl. Michel Foucault
(1982/1970), Die Ordnung des Diskurses,
München: Ullstein, S.41.
[18]
Benjamin, "Das
Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit",
S.158.
[19]
E.T.A. Hoffmann
(1992), Lebensansichten des Katers
Murr nebst fragmentarischer Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler
in zufälligen Makulaturblättern, in: Werke 1820-1821, hg. v. Hartmut
Steinecke. Frankfurt: Klassikerverlag, S.11.
[20]
Jacques Derrida
(2001), "Signatur Ereignis Kontext", übersetzt v. Werner Rappl,
hg. v. Peter Engelmann. Wien: Passagen, S.15-45, hier: S.32.
[21]
Barthes (1963/1984),
"Die strukturalistische Tätigkeit", in: Der Französische Strukturalismus, hg. v.
Günther Schiwy, Rowohlt, S.157-162, hier: S.159.
[22]
Dieser Zuschnitt
des Pfropfreises ist das metaphorische Modell dessen, was man im Bereich
der Software als Plug-In bezeichnet.
[23]
Genettes (1993),
Palimpseste, Frankfurt: Suhrkamp,
S.14f.
[24]
Bolter, "Das
Internet in der Geschichte der Technologien des Schreibens", S.45.
[25]
Genettes,
Palimpseste, S.16.
[26]
E.T.A. Hoffmann,
Lebensansichten des Katers Murr,
S.17.
[27]
E.T.A. Hoffmann,
Lebensansichten des Katers Murr,
S.12.
[28]
Erving Goffman
(1996/1974), Rahmen-Analyse. Ein
Versuch über die Organisation von Alltagserfahrungen. Frankfurt:
Suhrkamp, S.253.
[29]
Bolter (1997),
"Das Internet in der Geschichte der Technologien des Schreibens",
S.46.
[30]
Artikel "Préface",
in der Encyclopédie, Bd. 13
(1765), hg.v. Jean Le Rond D´Alembert und Denis Diderot, Paris, S.280.
[31]
Halbach (1994),
Interfaces, S.168.
[32]
Die Schnittstelle
markiert dabei konzeptionell die Grenze zwischen einer digitalen Tiefenstruktur
und einer Oberflächenstruktur, die mit ikonischen Mitteln den tröstlichen
Schein des Analogen erzeugt: Dadurch etwa, daß unser Personal Computer wie ein Schreibtisch
organisiert ist. Dabei ist die Grenze zwischen Benutzerschnittstelle
und Softwareschnittstelle allerdings nicht klar zu ziehen. So deutet
Woolley den "Kommandozeileninterpreter" (command line interpreter)
der ersten Betriebssysteme - ja das Betriebssystem insgesamt - als Benutzerschnittstelle.
Das heißt: Das Betriebssystem nimmt die Kopplung zwischen Mensch und
Maschine vor, indem es den performativen Rahmen - bzw. das Parergon
- bereitstellt, in dem "seltsam abgefaßte" schriftliche Befehle
"an einen äußerst pedantischen Diener" übermittelt werden.
(Woolley (1994), Die Wirklichkeit der virtuellen Welt, S.152). |
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