Die zeitliche Struktur dieser Schwankungen ist stark von dem sog.
quasi-elfjährigen Sonnenfleckenzyklus beeinflußt, dessen Zykluslänge
zwischen 9 und 14 Jahren schwankt. Die Sonnenflecken sind relativ kalte (und
somit auch dunklere) Areale auf der Sonnenoberfläche. Die mittlere Temperatur
auf der Sonnenoberfläche beträgt ca.
; die Sonnenflecken
sind demgegenüber bis zu
kälter. Die Phasen hoher sog.
Sonnenfleckenaktivität, während derer größere und zahlreichere Flecken
beobachtet werden, gehen mit einer verstärkten Strahlungsintensität einher,
was auf den ersten Blick verwundert. Jedoch treten die gut beobachtbaren
Sonnenflecken meist gleichzeitig mit den schwerer beobachtbaren Sonnenfackeln
(Flares) auf, die ein Indiz für eine verstärkte Abstrahlung der Sonne sind
[40], was mit einer intensivierten Konvektion im Sonneninnern
verbunden ist.
Ein Maß für die Sonnenfleckenaktivität ist die sog. Sonnenflecken-Relativzahl (SRZ) oder auch ``Wolfsche'' Fleckenzahl, in die die Anzahl der beobachtbaren Flecken sowie die der Fleckengruppen einfließt.
In Abb. 6.4 ist das Jahresmittel Sonnenflecken-Relativzahl für den Zeitraum 1500 bis 1998 dargestellt. Man erkennt deutlich den quasi-elfjährigen Zyklus, der jedoch von Schwankungen längerer Periode überlagert ist. Auffällig ist in diesem Zusammenhang der Zeitabschnit von etwa 1640 bis 1700, in dem fast keine Sonnenfleckenaktivität beobachtet wurde, und der in der Literatur auch als Maunder-Minimum bekannt ist. Hieraus wird ersichtlich, daß die Schwankungen der Solarkonstanten nicht allein auf den quasi-elfjährigen Zyklus zurückzuführen sind. Weitere in der Literatur diskutierte Zyklen sind u.a. der quasi-22-jährige ``Hale-Zyklus'', die quasi-42- bzw. quasi-50-jährigen ``Schove-Zyklen'' und der ca. 80- bis 90-jährige ``Gleisbergzyklus'' [40]. Es werden auch Zusammenhänge zwischen der Zykluslänge des quasi-elfjährigen Sonnenfleckenzyklus und der Intensität einer betrachteten Periode vermutet. Hierbei liegt die Vorstellung zugrunde, daß bei intensivierter Konvektion im Sonneninnern, was mit verstärkter Abstrahlung verbunden ist, die Zykluslänge verkürzt ist.Auf der Basis des quasi-elfjährigen Zyklus, Satellitenmessungen, sowie Vergleichsstudien der Abhängigkeit zwischen Zykluslänge und Strahlungsintensität auf sonnenähnlichen Sternen haben Lean et al. [26] eine Zeitreihe der Schwankungen der Solarkonstanten ab 1610 a.d. rekonstruiert.
In Abb. 6.5 sind diese Schwankungen in