|
Böden des Parque Natural da Arrábida -
|
|
4 Die Böden und Bodeneinheiten des Parque Natural da Arrábida4.2.2.6 Die Böden der tertiären SchichtstufeDie Stufenkante und die oberste Stufenstirn bestehen in der Regel aus reinem Fels (RO1), es treten allenfalls noch flachgründige Calcaric Leptosols (LPc) auf (LPc-CMc1). Die unteren Bereiche der Stufenstirn nehmen die Einheiten CMc(g)1 (vgl. Catena 1 Auf der Schichtfläche kommen nahe der Stufenkante stark humose Böden vor, Rendzic und Rhodo-Rendzic Leptosols with rudic phase und Rendzic Cambisols (LPk, Lpkr rhod, CMk). Sie entsprechen den Rendzinas der alten FAO-Nomenklatur (1974) und den Rendzinen und Terra rossa-Rendzinen KUBIENAs (1953) bzw. der AG BODENKUNDE (1982). Die geringmächtigen Böden mit roter kalkfreier Mineralmatrix auf Alto da Madalena formen die Einheit LPk3, die anderen die Einheit LPk-CMk2 (vgl. Catenen 1 Am Nordrand des Parque Natural überlagern schließlich pliozäne Sande die miozänen Mergel. Die Profile weisen durchweg > 1 m humosen Sand auf, was so nur durch - wahrscheinlich äolische - Umlagerungen gedeutet werden kann. Als Ursache wird eine sehr frühe Rodungsphase mit anschließendem langjährigen Ackerbau angenommen (vgl. Kapitel 5.2.2). Die Böden sind nach FAO (1988) nicht eindeutig zu klassifizieren. Einerseits sind sie aufgrund von Korngröße und Profilmächtigkeit als Arenosols einzustufen. Andererseits sind Arenosols Rohböden ohne starke Bodenentwicklung. Die Horizontmerkmale der vorliegenden Böden sind durch kolluviale Prozesse entstanden, mittelbare Ursache ist der Mensch, und die Ausprägung der Merkmale entspricht der einer tiefen Durchmischung. Aus diesem Grund wird für diese Böden die Bezeichnung Aric Arenosols (ARa) gewählt mit der Bodeneinheit ARa1 (vgl. Catenen 1 |
||||
|
|
|
Letzte Änderung:16.2.2001