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Böden des Parque Natural da Arrábida - |
3 Der Natur- und Kulturraum des Parque Natural da Arrábida -3.8 Der Schutzstatus des Parque Natural da ArrábidaDer Parque Natural da Arrábida wurde 1976 gegründet (Decreto-Lei no. 622/76 de 28 Julho). Wesentliche Gründe für die Unterschutzstellung waren "die Notwendigkeit, die bemerkenswerten Naturwerte der Serra da Arrábida und der umgebenden Gebiete zu schützen, ebenso wie die Dringlichkeit, den Zugang und die Nutzung der Region durch Besiedelung und Tourismus zu regeln, welche besonders ihre biophysische Einheit beeinträchtigen" (Decreto-Lei no. 26F/80 de 9 de Janeiro, PCMMHOP, 1980). Weiterhin sollten durch Erhalt und Schutz des Kulturerbes, angepaßten Tourismus und die Förderung der traditionellen Landwirtschaft die Umwelt und die Lebensqualität gefördert werden. Die Zielsetzung ist damit insgesamt ähnlich der deutscher Naturparke. Die Einhaltung der Schutzbestimmungen wird von der Parkverwaltung (SERVIÇO NACIONAL DE PARQUES, RESERVAS E CONSERVAÇÃO DA NATUREZA) mit Sitz in Setúbal überwacht, die auch für das Schutzgebiet des Sado-Ästuars zuständig ist. Allgemein gültige Definitionen und Einheitlichkeit der Schutzbegriffe wie Naturpark, Naturschutzgebiet, etc. gibt es in Portugal nicht. Für jedes Schutzgebiet sind die jeweiligen Vorschriften einzeln festgelegt (SCHACHT, 1991). Das Gebiet des Parque Natural da Arrábida wurde in verschiedene Schutzzonen aufgeteilt. Den stärksten Schutz genießen die Reservas Integrais (ähnlich einem deutschen Naturschutzgebiet). Hier sind keinerlei menschliche Aktivitäten geduldet, das Betreten ist nur mit Genehmigung der Parkverwaltung zu wissenschaftlichen Zwecken gestattet. Es gibt drei Reservas Integrais, die die großen Waldgebiete umfassen (Mata do Solitário, Mata Coberta, Mata do Vidal, vgl. Karte 6 Einen geringeren Schutzstatus haben die Reservas Naturais Parciais. Dazu gehören Gebiete, die aufgrund ihrer Vegetation (Reserva Botânica), der Geologie (Reserva Geológica) oder der Fauna (Reserva Zoológica) besonders geschützt werden. Diese Gebiete umfassen weitgehend die restlichen Flächen der Serra da Arrábida und der Serra do Risco (vgl. Karte 6 Vorwiegend dem Schutz des Landschaftsbildes und des Panoramas "mit kulturellem, historischem und ästhetischem Wert" (SNPRPP, 1979) dienen Reservas Paisagísticas. Diese umfassen im wesentlichen die Serra do Viso und die Serra do São Luís (vgl. Karte 6 Der größte Teil des Parque Natural gehört zur Paisagem Protegida (Geschützte Landschaft). Gemeint ist damit in erster Linie die Kulturlandschaft. Hier sollen traditionelle und kulturell wertvolle Bauformen und Nutzungen (Ackerbau, Weidewirtschaft, Forst, Kunsthandwerk, etc.) geschützt und gefördert werden. Aktivitäten und Maßnahmen, die diesem Ziel zuwiderlaufen, sind untersagt. Veränderungen (Baumaßnahmen, Abrisse, Terrassierungen, etc.) sind bei der Parkverwaltung genehmigungspflichtig. Im weiteren sind im Gesetz noch die unter 6.7 erwähnten Bauvorschriften näher ausgeführt. Der Gesetzestext basiert auf dem Ordenamento Prévio do Parque Natural da Arrábida (SNPRPP, 1979). Dieser enthält über den Gesetzestext hinaus einige Anmerkungen zur menschlichen Besiedelung des Parkes und ihrer Konsequenzen sowie zur Landschaftsveränderung und gibt Empfehlungen für zu treffende Maßnahmen. Weitere Grundlagen, etwa ein Schutzkonzept, existieren bisher nicht. In der Vergangenheit hingen die jeweiligen Aktivitäten somit stark vom persönlichen Interesse der zuständigen Personen in der Parkverwaltung ab. Für die nahe Zukunft ist die Ausarbeitung eines Schutzkonzepts (Managment Plan) vorgesehen. |
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Letzte Änderung:16.2.2001