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Böden des Parque Natural da Arrábida - |
3 Der Natur- und Kulturraum des Parque Natural da Arrábida -3.6 VegetationDie Vegetation des Parque Natural und ganz besonders der Serra da Arrábida ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Die Serra ist reich an endemischen Arten oder Arten, die sonst nur in sehr entfernten Gebieten vorkommen. In ihr kommen sowohl zahlreiche mediterrane Arten als auch euro-sibirische und makaronesische Arten vor. Zahlreiche Pflanzen finden hier ihre nördlichste oder südlichste Verbreitung auf der Iberischen Halbinsel. Dafür gibt es mehrere Gründe historischer, klimatischer und pedologischer Natur. Der erste ist die Lage im äußersten Westen des Kontinentes und der lusitanischen Florenprovinz. Portugal war im Pleistozän bis auf die Serra da Estrela eisfrei, und periglaziale Bedingungen herrschten auch im Landesinneren nur über 190 m NN (BROSCHE, 1978). CHODAT (Übers. aus PEDRO, 1991) meinte 1909: "Die Serra da Arrábida scheint einen der letzten - wenn nicht den letzten Rest einer präglazialen südeuropäischen Flora bewahrt zu haben". CHODAT spielt dabei auf die kleinen, aber im westmediterranen Raum einzigartigen Wälder an.Der zweite Grund liegt in den klimatischen Bedingungen (vgl. Kapitel 3.5). Der jahreszeitlich wechselnde Einfluß der Klimazonen zusammen mit der weitgehenden Frostfreiheit durch die Nähe des Ozeans bewirkt, daß sich durch Expositionsunterschiede, Luv-Lee-Lage und besondere Reliefformen unterschiedliche Mesoklimate ausbilden, die sich jeweils auf die lokale Zusammensetzung der Vegetation auswirken. Drittens schließlich wird dieser Effekt durch die Böden, die zusätzlich edaphisch die Standortbedingungen verändern, verstärkt oder modifiziert (vgl. ALBUQUERQUE in Kapitel 3.5). Welcher Anteil dabei den Böden zukommt, ist in Kapitel 4 beschrieben. |
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Letzte Änderung:16.2.2001