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Böden des Parque Natural da Arrábida - |
A1.1 Definitionen der hinzugefügten BodentypenDie neuerstellten Einheiten setzen sich aus einer Kombination von in der FAO-Nomenklatur definierten Begriffen zusammen. Diese werden hier nur verkürzt wiedergegeben, zu den übrigen Definitionen vergleiche FAO 1974 und 1988. Wo der hier verwandte Begriff von der FAO-Definition abweicht, ist dies im folgenden erläutert. Rock Outcrop (RO) (Felsausbiß): Kein Boden im eigentlichen Sinne, sondern hartes Gestein oder große Gesteinsblöcke, die an der Oberfläche ausstreichen. Einheit der EG-Bodenkarte (EC, 1985), die auf der FAO-Weltbodenkarte unter "miscellaneous land" eingruppiert wird (FAO, 1988). Calcaric Leptosol (LPc): Nach den Definitionen von calcaric und Leptosol (FAO, 1988) ein schwach entwickelter, kalkhaltiger und flachgründiger Boden. Eingeführt zur Unterscheidung von den stark humosen Rendzic Cambisols. Dieser Boden entspricht in etwa einer Pararendzina der deutschen Nomenklatur (AG BODENKUNDE, 1982) und schließt Böden mit Ap/C Profil über Mergel, etc. mit einem Ap ≤ 20 cm ein. Fluvic Arenosol (ARf): Initialböden aus sandigen fluvialen Sedimenten. Aric Arenosol (ARa): Sandige Böden, deren Horizonte durch Umlagerung bis in eine Tiefe von ≥ 80 cm durchmischt und humos (≥ 2 % OS) sind, und deren Merkmale denen einer tiefgründigen Bodenbearbeitung entsprechen. Stagno-Aric Arenosol (ARaj): Entspricht einem Aric Arenosol mit zeitweiligem Stauwassereinfluß. Cambisols: Nach FAO (1988) sind Cambisols als in situ verwitterte Böden bezeichnet, die einen "cambic horizon", also einen Verlehmungs- und Verbraunungshorizont aufweisen, dessen Merkmale zu schwach ausgeprägt sind, um in eine andere Gruppe eingeordnet zu werden. Sie entsprechen etwa den Braunerden der deutschen Nomenklatur (AG BODENKUNDE, 1982). Umgelagertes Material dagegen wird zu den Fluvisols gestellt. Voraussetzung dafür ist eine "mehr oder weniger regelmäßige Zufuhr von frischem Material" und die Böden sollen "eher von sedimentären als von pedologischen Prozessen" beeinflußt sein (FAO, 1974 und 1988). Zum einen stehen diese Vorgaben im Widerspruch zu dem Ansinnen der FAO, eine nicht-genetische Nomenklatur vorzustellen. Zum anderen lassen sie einen weiten Interpretationsspielraum offen. Im Untersuchungsgebiet treten sehr häufig Böden auf umgelagertem Material auf. Es handelt sich dabei meist um Bodenmaterial, häufig aber auch um Gesteinszersatz, Mergel, u.ä., die Übergänge sind fließend. Der Humusanteil ist normalerweise gering, so daß z.B. die kalkhaltigen Böden nach der deutschen Nomenklatur meist nicht als Kolluvien, sondern als Pararendzinen einzustufen wären. Die Wechsel zwischen Kolluvien mit einem höheren und einem geringeren Anteil an Bodenmaterial sind nicht auszukartieren und treten auch in der Vegetation nicht in Erscheinung. Häufig zeigen diese umgelagerten Materialien eine teilweise oder vollständige Entkalkung der obersten Schicht, mithin überwiegt hier ein pedogenetischer Prozeß. Mit dieser Begründung und aus praktischen Erwägungen heraus werden somit alle Böden aus umgelagertem Material, die einen cambic horizon aufweisen, den Cambisols zugeordnet. Im Einzelfall ist aus den Standort-Tabellen im Anhang ersichtlich, ob es sich um umgelagertes Material handelt oder nicht. Ein in situ verwitterter cambic horizon erhält definitionsgemäß die Bezeichnung Bw, ein entsprechender Horizont aus umgelagertem Material die Bezeichnung B. Rendzic Cambisol (CMk): Cambisols mit einem mollic A Horizont ≥ 30 cm über kalkhaltigem Material. Entspricht einer Rendzina oder Braunerde-Rendzina der deutschen Nomenklatur (AG BODENKUNDE, 1982). Stagnic Cambisol (CMj): Cambisols, die zumindest in der Hälfte des Jahres von Oberflächenwasser beeinflußt werden. Entspricht m.o.w. dem Braunerde-Pseudogley (AG BODENKUNDE, 1982). Stagno-Gleyic Cambisol (CMgj): Cambisols, die zumindest in der Hälfte des Jahres von Stauwasser und/oder Hangzugwasser beeinflußt sind. Diese Bodeneinheit kann je nach Ausprägung Hanggleyen, Hangpseudogleyen, pseudovergleyten Braunerden und verwandten Bodeneinheiten entsprechen (AG BODENKUNDE, 1982). Fluvi-Eutric Cambisol (CMef)1 : Eutric ("fruchtbare", d.h. mit hoher Basensättigung) Cambisols auf fluvialen Sedimenten (Auenböden). Fluvi-Calcaric Cambisols (CMcf)1: Kalkhaltige Cambisols auf fluvialen Sedimenten. Stagno-Arenic Luvisol (LVaj): Sandiger Boden mit Tonverlagerung und Stauwassereinfluß oberhalb von 125 cm, aber zu geringer Mächtigkeit des Sandes, um als Arenosol definiert zu werden. Der Begriff arenic ist in der FAO-Nomenklatur nicht vorgesehen und wird hier im Sinne von "der Textur eines Arenosols ähnelnd" verstanden. Calcaro-Aric Anthrosol (ATac): Kalkhaltiger Boden, dessen Horizonte durch tiefgründige Bodenbearbeitung o.ä. durchmischt sind. A Horizont: In den Standorttabellen sind die Oberböden nochmals differenziert. Dabei entsprechen nach LANDON (1991):
Aum: Umbric A Horizont (humoser Ah; BSP < 50 %) Amo: Mollic A Horizont (humoser Ah; BSP ≥50 %) Horizonte/Merkmale in Klammern bedeuten, daß diese nicht immer oder nur schwach ausgeprägt sind, z.B.
(Aoc): Ein schwach ausgeprägter Ah, der zeitweise fehlt; B(w): B Horizont, entweder aus umgelagertem Material (M) oder in situ. |
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Letzte Änderung:16.2.2001