Schriften von Juliette Gruner


Hausarbeiten

Die Geschichte des Monströsen in der Musik. Sommer 2016.

Mal was völlig Abwegiges. Immerhin eine erste Annäherung an die Scholastik, wenngleich sich die Verbindung mit Messiaen als schwierig erwies. Trotzdem einige nette Punkte, besonders in Bezug auf Wolken, Licht, Spiegel etc.

Beschreiben der Natur: Schuberts „Auf dem Flusse”. Sommer 2016.

Mein erster Versuch zur Deutung von Musik, anhand von Schuberts Auf dem Flusse. Ich hätte noch endlos über den Text reden können, aber die These zur musikalischen Konstruktion und ihrer Verbindung zum Text scheint mir, dank Adornos unvergleichlichem Schubert-Aufsatz, plausibel begründet.

Der Begriff der Gerechtigkeit bei Hegel. Sommer 2015.

Hier wird's interessant. Die Zusammenführung der Kapitel ist mir leider nicht gut gelungen. Was fehlt, ist die Verbindung zwischen Gerechtigkeit - welche, wie Sören Stange es in etwa formuliert hat, die „Aussetzung des Satzes des Gesetzes” ist - und Darstellung, welche die selbe blockierende Funktion einnimmt. Im Sinne Hegels sind diese beiden also als identisch herauszuarbeiten.

Marxismus und Liebe. Sommer 2013.

Reißerischer Titel. Aus Godards La Chinoise wollte ich eine einzige, verbal höchst komplexe Szene analysieren und das habe ich getan.

Hinter dem Schleier. Sommer 2013.

Geschlechterfragen, die mich schon immer persönlich stark angingen, werden in Ovids Erzählung von Iphis so faszinierend verhandelt, dass ich das in einer Arbeit nachverfolgen musste. Die Konklusion ist vielleicht apodiktischer, als es die Argumentation rechtfertigen kann, aber als Statement halte ich daran fest.

Die notwendige Vampirin. Sommer 2013.

Vielleicht etwas zu viel Spaß dabei gehabt. Trotzdem hab ich versucht, die Texte ernstzunehmen, unabhängig von Genre und Medium, und immerhin die Deutung von Baudelaires Le Vampire in Verbindung mit Lacan und Scholem öffnet eine interessante Perspektive - wer weiß, ob sich das ausarbeiten ließe.

Die Körperpolitik vom "Erdbeben in Chili". Winter 2012/13.

Titel nicht so ganz erfüllt. Dennoch: Hamachers Überlegungen zu Kleists Text habe ich versucht, auf der geschlechtlichen Ebene zu betrachten, um zu ein paar harten sozialpolitischen Thesen zu kommen.


Essays und Referate

Magisches Lesen. 22.7.2016.

Den Okkultismus für die Semiologie produktiv machen (anhand von Benjamins Mimesisaufsatz).

Das Zeitalter des Mythos. 31.1.2014.

Benjamins Geschichtsphilosophie rekonstruiert als Reihe von sich-ablösenden Sprachformen. Ich versuchte, Benjamin vor einem gewissen Fortschrittsoptimismus zu retten, nach dem der Mythos, der durch neue Sprachformen überwindbar scheint, nur der Unfreiheit zu gute käme (was im Erzähleraufsatz durchaus so anklingt).

Vergils Georgica 4: Eine Reflexion. 30.4.2013.

Jetzt wird's ernst. Das war ein Referat bei Werner Hamacher, für das ich, dem gesunden Menschenverstand nach, überhaupt nicht die Qualifikationen besaß. Hab's trotzdem gehalten und er fand's gut - mit der wichtigen Einschränkung, dass ich einige grobe Fehler begangen habe und meine Grundthese ins Gegenteil umgekehrt werden muss. Das stimmt natürlich, aber es war trotzdem ein ziemlich produktives Scheitern.

Der Geschichtenerzähler, der die Kunst hasst. 12.2.2013.

Problematiken der Erzählung in Woolfs The Lady in the Looking-Glass. Ziemlich straightforward; ein Anfängerversuch, aber nicht ohne Reiz.

Die Rolle des Diskursanalysten. 24.1.2013.

Meine erste akademische Arbeit und gleich ein Schuss gegen sozialhistorischen Reduktionismus (in der Form von Kittlers Lesart von Kleists Erdbeben in Chili). Alles, was an diesem Essay richtig ist, verdanke ich Ourania Sideri, die mir gleich im ersten Semester gezeigt hat, dass Literatur eine Medialität besitzt, die für sich genommen betrachtet werden muss und sich nicht in einen Diskurs subsumieren lässt.


Publikationen

Vermischte Artikel in verschiedenen Veröffentlichungen.

Zwischen den Schwerpunkten. 15.12.2017.

Verweigerte Oberfläche. 23.11.2017.

Ein nostalgisches Scheitern. Lesung der 14. „Otium”-Ausgabe in der Naxos-Halle in Frankfurt am Main. 2.11.2017.

Die Geschlechtermaschine. 8.2.2017. [pdf, S.21f.]


Literatur

Selbstgeschrieben. Präsentiert ohne Kommentar.

Juvenilia I. 30.11.2015.

Juvenilia II. 25.7.2017.